So geht Verhütung: 12 sichere Methoden

Der absolut sicherste Weg, um nicht schwanger zu werden, ist klar: kein Sex. Aber möchtest du das? Ein zuverlässiges Verhütungsmittel gibt dir die Freiheit, Sex zu haben, ohne dir Gedanken über eine ungewollte Schwangerschaft zu machen. Wir zeigen dir 12 besonders beliebte Verhütungsmethoden.

1. Pille

Die Pille ist eines der am häufigsten genutzten Verhütungsmittel. Die „klassische“ Mikropille hemmt den Eisprung durch die zwei Hormone Östrogen und Gestagen. Die Pille wird jeden Tag über 21 Tage hinweg eingenommen. Danach folgt eine 7-tägige Pause, in der die Periode einsetzt.

2. Langzyklus-Pille

Die Langzyklus-Pille (oder auch Langzeitpille) wird täglich eingenommen, ohne Pause. Sie enthält die beiden Hormone Östrogen und Gestagen in niedriger Dosierung. Die Vorteile: Die Periode tritt nur alle drei Monate ein, und die damit verbundenen PMS-Beschwerden fallen meist schwächer aus. Die Zuverlässigkeit ist hoch.

3. Minipille

Die Minipille wird ohne Pause eingenommen – jeden Tag immer zur gleichen Uhrzeit. Sie enthält nur Gestagene und bewirkt eine Verdickung des Muttermundschleims. So werden Spermien daran gehindert, zur Gebärmutter zu gelangen. Zudem wird die Gebärmutterschleimhaut so verändert, dass eine befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann (Nidationshemmung). Nachteil: Wer die Minipille um mehr als drei Stunden verspätet einnimmt, reduziert die Sicherheit.

4. Hormonspirale

Die Hormonspirale wirkt direkt in der Gebärmutter. Dort gibt sie Gestagene ab und verändert die Schleimhaut so, dass die Befruchtung oder das Einnisten der Eizelle verhindert wird. Die Spirale kann nur vom Arzt eingesetzt werden und wirkt zwischen drei und fünf Jahre lang.

5. Kupferspirale

Genau wie die Hormonspirale muss auch die Kupferspirale vom Arzt eingesetzt werden. Sie wirkt bis zu fünf Jahre lang, ohne Hormone. Das Kupfer verändert die Schleimhaut der Gebärmutter so, dass sich kein Ei einnisten kann. Der Nachteil: Die Menstruation fällt oft stärker aus, und die Zuverlässigkeit ist geringer als mit hormoneller Verhütung.

6. Verhütungsring / Vaginalring / Hormonring

Der Ring aus Kunststoff kann von der Frau selbst in die Scheide eingeführt werden. Er bleibt dort drei Wochen und verhindert den Eisprung, indem er Östrogene und Gestagene freisetzt. Danach folgt eine einwöchige Pause, in der die Periode auftritt. Im Anschluss wird ein neuer Ring eingesetzt. 

7. Verhütungsspritze / Dreimonatsspritze

Wer sich für die Depotspritze entscheidet, bekommt alle drei Monate das Hormon Gestagen in den Oberarm oder Po gespritzt. So wird der Eisprung verhindert und der Muttermundschleim verdickt, was wie eine Barriere für die Spermien wirkt. Vorteil: Die tägliche Pilleneinnahme entfällt. Nachteil: Nebenwirkungen wie Zyklusstörungen oder Gewichtszunahme.

8. Diaphragma

Das Diaphragma ist ein mechanisches Verhütungsmittel, das aus Latex oder Silikon besteht. Es wird vor dem Sex in die Scheide eingeführt und vor dem Muttermund positioniert, so dass die Spermien gestoppt werden. Zusätzlich sollte ein Spermizid – ein Verhütungsgel – verwendet werden, das die Spermien abtötet.

9. Hormonimplantat / Stäbchen

 Das Stäbchen gehört zu den lang wirkenden Verhütungsmitteln. Es ist ca. 4 cm lang, nur 2 mm dünn, besteht aus Kunststoff und wird an der Innenseite des Oberarms unter der Haut platziert, wo es für drei Jahre bleibt. Es enthält ein Depot an Gestagenen, das langsam freigesetzt wird und so die Reifung der Eizelle verhindert. Der Vorteil: sehr hohe Sicherheit.

10. Hormonpflaster

Das Verhütungspflaster wird auf den Bauch, Oberkörper, Oberarm oder Po geklebt. Es setzt Östrogene und Gestagene frei, die über die Haut aufgenommen werden. So wird der Eisprung verhindert und der Muttermundschleim verdickt, um Spermien abzuwehren. Nachteil: Für Frauen ab 90 kg Körpergewicht ist das Pflaster nicht zu empfehlen.

11. Kupferkette

Die Kupferkette ist eine Weiterentwicklung der Kupferspirale. Sie wird in der Wand der Gebärmutter verankert, wo sie bis zu 5 Jahre lang Kupfer-Ionen freisetzt. Das beeinflusst die Beweglichkeit der Spermien und verändert die Gebärmutterschleimhaut so, dass sich keine Eizelle einnisten kann

12. Kondom

Kondome sind zusammen mit der Pille die beliebteste Verhütungsform in Deutschland. Der große Vorteil: Nur Kondome schützen vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV, Syphilis oder Hepatitis B. Vor einer Schwangerschaft schützt das Kondom nur dann zuverlässig, wenn es richtig angewendet wird, nicht reißt oder abrutscht.

Wie sicher ist natürliche Verhütung?

Es gibt verschiedene Methoden, um natürlich zu verhüten,z. B. die Kalendermethode oder die Temperaturmessung. Sie sind jedoch nicht empfehlenswert, wenn man eine Schwangerschaft auf jeden Fall vermeiden will. Damit diese Verhütungsmethoden sicher sind, muss man seinen Körper sehr genau beobachten und kennen. 

Welche Verhütungsmethode passt zu mir? Das hängt von deinen Wünschen, deiner Lebensphase und deiner Gesundheit ab.
Sprich am besten mit einem Frauenarzt darüber – vor Ort oder auch bequem online. Er kann dich umfassend beraten und mit dir besprechen, welcher Weg für dich der beste ist.
Gelber PunktGelber PunktGelber Punkt