Was ist eigentlich PMS?

„Ich glaube, die kriegt ihre Tage!“ – hast du diesen Spruch auch schon mal gehört? Er ist respektlos. Denn was oft als Mädchen-Zickerei oder Wehleidigkeit abgetan wird, ist keine Scheinkrankheit. Wer unter PMS leidet, fährt mit den Zyklushormonen Achterbahn. Schlechte Laune, Bauchkrämpfe, Kopfweh – fast alles ist möglich. Wir verraten dir, was genau PMS ist und was du dagegen tun kannst.

3 Buchstaben – mehr als 150 Symptome

PMS ist die Abkürzung für prämenstruelles Syndrom. Es bezieht sich auf die Tage vor (= prä) dem Einsetzen der Regelblutung (= Menstruation). Meistens setzen die Beschwerden 2 bis 14 Tage vor der Regel ein. Sie können mal leicht, mal stark ausfallen, sind jedoch nicht gefährlich.
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Seit dem Jahr 2000 ist PMS als Krankheit definiert und anerkannt. Rund 8 von 10 Frauen leiden Monat für Monat darunter, wenn der Körper irgendwie verrückt spielt. Die genauen Ursachen für PMS sind bis heute unbekannt, doch Ärzte und Wissenschaftler nehmen an, dass es mit den natürlichen Hormonschwankungen während des Monatszyklus zu tun hat. Was dich vielleicht überraschen wird: Es gibt mehr als 150 Symptome.

Typische körperliche Symptome von PMS:

  • Bauchschmerzen oder -krämpfe
  • Rückenschmerzen
  • Appetitschwankungen und Heißhunger
  • Brustempfindlichkeit
  • Kopfschmerz oder Migräne
  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung
  • Schwellungen im Gesicht, am Bauch, an den Fingern oder Beinen
  • Unreine Haut 
  • Depressive Verstimmungen

Smoothies, Sport, Shoppen – tu dir was Gutes!

Wie intensiv PMS-Beschwerden auftreten, ist von Frau zu Frau unterschiedlich und kann auch in jedem Zyklus anders ausfallen. Mit gesunder Ernährung, Sport und Entspannung kannst du selbst dazu beitragen, die Symptome ein wenig zu mildern. Ob du dir vitaminreiche Smoothies mixt, deine Sneakers anziehst und losrennst, in der Badewanne relaxt oder mit deinen Freundinnen shoppen gehst – lass es dir gutgehen. Doch nicht vergessen: Wenn du starke Beschwerden hast, sprich mit einem Arzt.

Ist das jetzt PMS oder zufällig miese Laune? Mit einem Symptom-Tagebuch bzw. einer Zyklus-App findest du’s heraus.
Notiere über einen Zeitraum von 2 bis 3 Monatszyklen, an welchen Tagen deine Beschwerden auftreten und wie stark sie sind. Wenn sie sich im selben Rhythmus wiederholen, weist das auf PMS hin. Dein Tagebuch erleichtert es auch dem Arzt, eine klare Diagnose zu stellen.
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Ärzte raten: Die Pille kann bei PMS helfen

Gynäkologen empfehlen Patientinnen mit PMS-Beschwerden gerne die Pille, sofern keine Kontraindikation für die Einnahme besteht. Der Vorteil: Die natürlichen Hormonschwankungen werden unterdrückt, die Eierstöcke „ruhiggestellt“. Auch die Einnahme im Langzyklus ist eine Lösung, um monatlichen Qualen zu meiden. In diesem Fall wird die Pille durchgenommen. Spezielle Langzyklus-Pillen funktionieren sogar ganz ohne Pillenpause. Gegen PMS können aber auch pflanzliche Medikamente, Antidepressiva, entwässernde Medikamente, Schmerzmittel oder angstlösende Präparate eingesetzt werden. Welche Möglichkeiten für dich geeignet sind, solltest du mit einem Arzt besprechen. Lass dich vor Ort oder in der Online-Sprechstunde beraten.